Extracurriculares Engagement neben dem Studium? Warum sollte ich das machen?

Für viele ist die Entscheidung für oder gegen ein Studium schon schwer genug. Neben dem Studium auch noch eine weitere Verantwortung eingehen in Form von einem extracurricularen Engagement zum Beispiel bei einem studentischen Verein? Unbedingt!


Was bringt es mir für Vorteile, wenn ich - vielleicht sogar auch noch neben dem Job- meine Zeit investiere und das auch noch unentgeltlich?

Es gibt unzählige Formen von extracurricularen Tätigkeiten, die an Universitäten und Fachhochschulen angeboten werden, sei es die Mitgliedschaft in einer Studienvertretung, einem Studentenverein, der sich zum Beispiel auf die Organisation von Events mit fachlichem Input fokussiert, ein Bücherkreis oder der Aufbau eines Programms, wie es wir vom Guidance Mentoring Programm machen. Der soziale und persönliche Mehrwert ist schwer bis gar nicht zu vergleichen mit einer Entlohnung oder ECTS Punkten, da es einfach nicht messbar ist.


Ein Engagement neben dem Studium, vor allem auch in facheinschlägigen Vereinen, kann ein Grundstein sein, der viele weitere Entwicklungen festlegt und einen nachhaltigen Einfluss auf den eigenen weiteren Weg haben kann. Ein wichtiger Stichpunkt hier ist das Networking, in all seinen Facetten. Auch wenn man in einem neuen Kontakt im ersten Moment nicht das mögliche Potential sehen kann, es wird mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit zu einem späteren Zeitpunkt der Moment kommen, in dem man genau auf diese eine Person zurückkommen kann. Das 1x1 des guten Networkings ist sehr leicht: offen sein, gemeinsame Interessenspunkte finden und vor allem über

vorhandene Plattformen vernetzen. So baut man sehr leicht und schnell ein breites Netzwerk auf, welches einem beim Berufseinstieg nach dem Studium in jeder Hinsicht Vorteile bringen wird.

Gerade auch der häufig fehlende Praxisbezug im Studium kann bei der Job Suche später ein Hindernis sein bzw. den Prozess deutlich erschweren. Hat man nun die Möglichkeit bereits während dem Studium das erlernte theoretische Wissen anzuwenden und sozusagen auszutesten, kann das doch nur von Vorteil sein, oder?

Außerordentliches Engagement bringt nicht ‚nur‘ einem selber die unzähligen Vorteile, man wird auch von Arbeitgeberseite oft als verantwortungsbewusst, engagiert und motiviert eingeschätzt.


Es darf allerdings auch der soziale Faktor nicht außer Acht gelassen werden, der für viele sogar ein ausschlaggebender Punkt ist. Oft befindet man sich im Studium in einer eigenen Bubble, mit den gleichen Leuten, der gleichen Materie, dem gleichen Ablauf. Da kann ein anderes Umfeld oft einen sehr wertvollen Einblick in andere Themen bringen und auch für die Persönlichkeit ist es gut, zu lernen mit verschiedensten Charakteren umzugehen und – was auch nicht verschwiegen werden sollte – mit Personen zusammenzuarbeiten, mit denen man nicht 100% klar kommt oder nicht eine Meinung teilt. Das passiert im beruflichen Alltag sehr häufig, das kann auch genauso in einem studentischen Verein vorkommen, man lernt allerdings sehr schnell mit solchen Situationen und etwaigen Konflikten gut umzugehen und vor allem auch tolerant zu sein.


Abschließend lässt sich vor allem aus persönlicher Erfahrung sagen, es zahlt sich in jeder Hinsicht aus, gebotene Chancen für extracurriculares Engagement zu nutzen und wahrzunehmen. Es profitiert jeder und jede für sich auf eine andere Art und Weise und es nimmt auch jede Person etwas anderes für sich mit. Just try!